Sonntag, 24. Juni 2018
   
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Update 2018



Foto: photocase.de

Die Seite "Flüchtlingshilfe" ist seit längerem mehr oder weniger im Stillstand, weil sich zwar vereinzelt immer mal wieder etwas tut, aber recht wenig von dem außerhalb des privaten Rahmens der Betreffenden für die Dorfgemeinschaft von Belang ist.

Tatsache ist, dass an drei Stellen wie gehabt noch Geflüchtete bei uns im Dorf wohnen: die georgische Familie im Annenweg (Nachwuchs im Oktober letzten Jahres!), drei junge Männer in der Mitteldorfstraße und die afghanische Familie in der alten Post. So weit, so Alltag. Alle sind in Maßnahmen, Sprachschule, Schule, Kindergarten, 1 in Ausbildung, 2 an der Universität in Paderborn und 2 außerdem in regulärer Arbeit.

Die Infrastruktur ist bleibend schwierig, davon war hier ja schon öfter die Rede (der junge Mann ist tapfer den Winter über nachts mit dem Fahrrad von Lichtenau nach Hause geradelt, einmal mit einem kleinen Glätte-Unfall und leichten Verletzungen, aber sonst unbeschadet. 1-2mal hat ihn auch der Chef extra nach Hause gebracht).

Die Kinder sind durchweg gut im dörflichen Leben integriert, über Kindergarten (eine tolle Mitfahrgelegenheit hat sich da aus dem Dorf ergeben, die das Leben echt erleichtert, gerade mit einem frischen Säugling mitten im Winter), Sportverein, Jugendheim usw.

Eine große Wohnung wird immer noch gesucht in Lichtenau oder Kleinenberg (Anbindung an die S 85), aber das ist dauerhaft schwierig.

Bei Fragen oder Angeboten können die Betreffenden jetzt auch selbst angesprochen werden, alle sind soweit mit der deutschen Sprache, dass sie sich grundlegend verständigen können.

Danke für alle unaufgeregte und beiläufige Hilfe, sei es die immer noch nötige Unterstützung beim Lernen und bei den Hausaufgaben, bei vielen "einfach so" Mitnahmen aus Lichtenau, immer wieder Freizeitaktivitäten und Arztbesuchen (wobei das viel seltener noch gebraucht wird, am Wochenende halt, wenn etwas ist).

Alles in allem: Ruhige Lage.

Wobei: Die Verfahren zum Bleiberecht sind bei den jungen Männern und einer der Familien noch immer nicht entschieden.


Aktuelle und ehemalige Holtheimer Flüchtlinge Frühjahr 2017

Es tut sich laufend etwas für unsere ehemals neuen Mitbewohner/innen.

Aktuell haben einen ungeklärten Flüchtlingsstatus nur noch ein Pakistaner (mit fester Arbeit in der Mensa im Schulzentrum Lichtenau) und unsere georgische Familie (die junge Frau ist fast fertig mit dem Sprachkurs B1-Zertifikat, das kleine Mädchen fühlt sich sehr wohl im Kindergarten Holtheim, der junge Mann arbeitet 15 Std./Woche im Edeka und studiert nach erfolgreichem Universitäts-Sprachkurs an der Theologischen Fakultät in Paderborn). Sie warten auf eine Antwort vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Die Georgier seit Anfang September 2016 (Ankunft in Holtheim: Dez. 2015), der Pakistaner seit März 2017 (Ankunft in Holtheim: September 2015).

 

Die afghanische Familie in der alten Post hat ihr Aufenthaltsrecht bekommen (subsidiärer Schutz für ein Jahr, wird bei erfolgreichem Sprachkurs etc. verlängert). Sie suchen aktuell dringend eine Wohnung in Lichtenau oder Kleinenberg (Busanbindung!).

 

Ein Afghane geht noch zur Schule (Kombination mit Praktikum als Fliesenleger), ein weiterer bekommt ab August einen Ausbildungsplatz im Bereich Büromanagement beim Diözesan-Caritas-Verband in Paderborn. Beide leben mit Duldung, da alle alleinlebenden afghanischen jungen Männer im letzten Jahr eine Ablehnung ihres Asylantrags bekommen haben.

 

Suhaila, unsere erste Afghanin in der Post seit Dezember 2014-Oktober 2015 (s. unten einige Beiträge dazu) hat inzwischen einen Führerschein und arbeitet weiterhin im Jugenddorf Petrus Damian Warburg als Betreuungsassistentin. Sie besucht weiter einen Sprachkurs, um das nächste Sprachlevel zu erreichen. Ihre Kinder gehen alle zur (Sprach-)Schule und machen gute Fortschritte.

 

Denise, das angolanische junge Mädchen aus der Post (auch Dez. 2014-Dez. 2015), hat gerade ihren deutschen Schulabschluss an der Mastbruchschule gemacht, zwischenzeitlich wurde ihr Realschulabschluss aus Angola anerkannt. Letzte Woche hat sie die Zusage für einen Ausbildungsplatz im Johannisstift in Paderborn als Krankenschwester bekommen. Ein WG-Zimmer in Paderborn ebenfalls. Ihre Mutter Rita ist leider schwerst erkrankt und musste zwischenzeitlich lange ins Krankenhaus und jetzt in eine Pflegeeinrichtung.

 

Ihr seht: Es geht langsam, manchmal sehr langsam, mit vielen Rückschritten, Stolpersteinen usw., aber es gibt auch wirklich positive Erfahrungen.

 

Wir sind immer noch auf der Suche nach einer kleinen Job-Möglichkeit für den afghanischen Familienvater, der noch einige Monate auf seinen Sprachkurs warten muss.

 

Unterstützung beim Ankommen bleibt notwendig. Wie Leben in Deutschland geht, erfährt man zwar ein bisschen im Sprachkurs, aber längst nicht in allen Fragen...

 

Wer Interesse hat an einem lockeren Gesprächsangebot für die Erwachsenen/älteren Jugendlichen (ggf. im Pfarrheim) "Über Gott und die Welt reden" ab September 2017, kann sich gerne bei mir melden. annegret.meyer@myschoolconsult.de.

 

Eine erfreuliche Situation ist, dass zwei unserer Holtheimer Abiturienten sich ein kleines Taschengeld verdienen können, indem sie die Mädchengruppe (s.unten) und die parallele Jungengruppe der Flüchtlinge in Lichtenau mit viel Engagement betreuen. Die Nachhilfekraft für Lichtenauer internationale Schüler kommt ebenfalls aus Holtheim. Ein weiterer Schüler nutzte den Flüchtlingssport am Samstag für sein Sozialpraktikum in der Oberstufe - Win-Win-Situation für die Neu-Holtheimer, die davon profitieren, aber auch für Einheimische. Vielen Dank dafür!

 




Neues Angebot zum Ankommen in Deutschland



Viele unserer Flüchtlinge sind nun schon ein Jahr und länger hier in Lichtenau und den Dörfern untergebracht, einige sind schon wieder verschwunden, andere fassen ein wenig Fuß. Aber das wirkliche "Ankommen" in Deutschland ist eine langwierige, die Geduld auf allen Seiten strapazierende Angelegenheit. Vor allem für die Jugendlichen und Kinder, für die manches ja von Anfang an möglich war (Schule, Sportangebote), zeigt sich jetzt auf der Langstrecke, dass da noch Vieles bleibt, was unverständlich ist, der Spracherwerb dauert länger als gedacht, um wirklich in den deutschen Schulen anzukommen und mitzukommen. Deshalb hat die Kirchengemeinde Lichtenau nochmal Gelder beim Flüchtlingsfonds beantragt, um kleine Schritte in Richtung Integration zu gehen.

Zum einen gibt es eine Intensivbetreuung für Flüchtlingskinder in der Realschule, damit man den unterschiedlichen Bildungsstufen der Jugendlichen (17 Kinder aus 7 Nationen in unterschiedlichem Alter in einer internationalen Klasse - da machen sich die Lehrerinnen viel Arbeit) noch besser gerecht werden kann.

Und dann gibt es einen Deutschtreff für Mädchen ab 14 Jahren, wo gerne auch deutsche Mädchen eingeladen sind. Es geht um Freizeitgestaltung "auf Deutsch", sprechen, sich austauschen, Spaß haben... unter fachlicher Begleitung von Theresa Dreier aus Lichtenau.








Ikonenausstellung auf Initiative eines Neu-Holtheimers



Am 18.11. wurde um 19 Uhr eine Ausstellung mit georgischen Ikonen in der Marktkirche in Paderborn eröffnet. Für 10 Tage sind dort die Werke eines jungen georgischen Ikonenschreibers zu sehen.

 

Er ist mit Zviad Tzabadze befreundet, der mit seiner Familie seit einem Jahr in Holtheim wohnt. Zviad ist orthodoxer Theologe, studiert an der Uni Paderborn und an der Theologischen Fakultät, viele treffen ihn im Edeka, wo er für sich und seine Familie jobbt.

Die Ikonen sind den Georgiern ein Herzensanliegen, für ihren christlichen Glauben ganz wichtig.

 

In Holtheim haben Ikonen ja über Pastor Lübbert einen besonderen Stellenwert, bis hinein in die Gestaltung unserer Kirche und so mancher Wohnzimmerwand.

 

Wer die Ikonen besichtigen möchte, kann das morgen abend direkt tun oder in den Tagen darauf jeweils von 10-12 und 15-17 Uhr.

 

Herzliche Einladung!

 

 

 

 

 

 


Update im Oktober - Zahlen, Daten, Fakten

"Sind überhaupt noch Flüchtlinge in der Post?" fragt sich mancher Holtheimer sicherlich seit Wochen. Momentan wohnen noch 2 pakistanische Männer dort, beide auf der Suche nach einer Wohnmöglichkeit in Lichtenau bzw. Kleinenberg. Dass das Haus unbelebt aussieht, hat damit zu tun, dass die letzten Bewohner alle in Sprachkursen bzw. anderen berufseinführenden Maßnahmen unterwegs sind/waren und aufgrund der Busanbindung meist von morgens 6.30 Uhr bis abends 18.30 Uhr unterwegs sind/waren.

Ansonsten wohnen bei uns derzeit noch acht Personen in der Mitteldorfstraße (6köpfige Familie und 2 alleinreisende Männer) sowie die kleine georgische Familie am Annenweg (3 Personen). Alle Kinder sind inzwischen in öffentlichen Einrichtungen in Lichtenau/Holtheim (Grundschule, Internationale Klasse der Realschule, Kindergarten Holtheim) und Paderborn (Berufskolleg) unterwegs, die Erwachsenen sind in Sprachkursen (2-3), in einem längeren Praktikum + Sprachkursanteil (1), in einer Ausbildung (1) sowie als Stipendiat des Johann-Adam-Möhler-Instituts und Aushilfskraft im Edeka (1) ebenfalls gut beschäftigt.

Regelarbeit ist jetzt noch nicht ganz in Sicht, aber ... wir hoffen auf gute Sprachkursergebnisse und dann leichtere Unterbringung. Leider ist bei allen Bewohnern in Holtheim das Asylverfahren immer noch nicht abgeschlossen. Obwohl alle im Frühjahr-Sommer 2016 registriert worden sind, hatten noch nicht alle das entscheidende 2. Interview in Bielefeld - und wenn, dann warten sie seit über 6 Wochen auf die Entscheidung. Das alles schlägt sich natürlich auch auf den Gemütszustand nieder...

Da alle, die hier wohnen, inzwischen mindestens Grundkenntnisse im Deutschen haben, kann man unsere Mitbewohner ruhig ansprechen, mal an der Bushaltestelle aufsammeln (was ja dankenswerterweise schon oft geschieht), im Kindergarten unterstützen usw.

 

 

Seit 1.10.2016 ist eine Sozialarbeiterin bei der Stadt angestellt, die sich um Integrationsfragen kümmert. Frau Judith Zacharias ist ansprechbar, wenn Fragen oder Probleme auftauchen. Momentan gibt es offene Sprechstunden im Rathaus dienstags von 10-12 Uhr und donnerstags von 14-16 Uhr.


Umzugshilfe für zwei Syrer - gute Resonanz! Danke

Ziemlich überraschend können zwei Syrer, die seit einem Jahr in der alten Post wohnen, eine Wohnung in Paderborn beziehen. Die ist nur leider komplett leer, keine Küche, keine Einrichtungsgegenstände irgendwelcher Art.

Die beiden Männer besitzen ihren Topf und ihre Pfanne, Besteck, Teller + Tasse, dazu eine Garnitur Bettwäsche und ein paar Anziehsachen und ihre zwei Matratzen, alles andere fehlt.

Wenn jemand also ein Sofa, Tisch, Stühle, 2 Betten... usw. übrig hat, wären wir für Angebote sehr dankbar.

Bitte ziemlich bald melden bei annegret.meyer@myschoolconsult.de oder unter 0162/1833825, am liebsten mit Bild.

Vielen Dank!

 

Nach dieser Anfrage am letzten Septemberwochenende konnten wir ein Bett, einen Couchtisch, einen Tisch, ein Sofa, eine Garderobe, einen Vitrinenschrank, zwei kleine Schränkchen, einen Schreibtischstuhl und einen Sessel zusammentragen aus verschiedenen Haushalten - und sogar einen Transport konnte organisiert werden! Allen Spendern herzlichen Dank! Mit diesem Grundstock können die beiden sich erstmal einrichten, den Rest gibt es im Sozialen Kaufhaus in der Balhornstraße in Paderborn oder über ebay Kleinanzeigen...

 


Pfarrfest 2016 - mittendrin und gut dabei









... in der Spendenbox waren gut 60 Euro - vielen Dank dafür! Damit können wir einige Unkosten decken.


Herz zeigen! Flüchtlingshilfe Holtheim beim Pfarrfest

Die Nähmaschine in der Mitteldorfstraße ist schon etwas strapaziert worden. Viele, viele Einzelstücke sind liebevoll gefertigt worden von Hassan Rezai, Schneider aus Afghanistan.

Besser, etwas zu tun zu haben, als den ganzen Tag zwischen Bett und Esstisch zu penden. Die ganze Familie hat mitgeholfen...

Nun können wir stolz seine Nähstücke beim Familiengottesdienst am kommenden Sonntag um 10.15 Uhr in der Schützenhalle präsentieren.

Lasst Euch überraschen!

Nachmittags gibt es zum gleichen Thema für alle Interessierten die Möglichkeit, am Tisch der Flüchtlingshilfe selbst kreativ zu werden und dabei mit unseren neuen Mitbewohnern in Kontakt zu kommen.

Da Ramadan ist und einige sehr streng fasten, werden wohl nicht alle kommen können.

Wir freuen uns auf Spaß und Begegnungen!

 

P.S: ... eine kleine Spendenbox wird aufgestellt, damit wir Ausgaben für die Fahrradwerkstatt, Deutschbücher etc. bestreiten können!



Afghanische Familie endlich vereint!



Suhaila bei ihrer Abschiedsparty im Oktober 2015

Heute, am 28.5.2016, ist es uns nach gut 1,5 Jahren gelungen, dass "unsere" Afghanin Suhaila, die am 24.11.2014 nach Holtheim gekommen ist und bis Oktober 2015 in der "Alten Post" gewohnt hat, ihre Familie gesund und munter in die Arme schließen konnte.

Suhaila hat sich in Afghanistan im Auftrag der EU für Frauen- und Kinderrechte eingesetzt. Das bedeutete für sie im Endeffekt ein Todesurteil (wie für alle ihre Kolleginnen, die der Reihe nach mehr oder minder spektakulär außer Landes gebracht werden mussten und müssen). Die Taliban lassen nicht mit sich spaßen.

Ihre vier Kinder und ihren Mann musste sie zurücklassen, eine unendlich lange Wartezeit begann. Viele bange Monate, viele Angriffe, Zeiten mit täglichen Explosionen, Zeiten ohne Strom und Internet musste die Familie überstehen, Suhaila musste von hier aus abwartend zuschauen.

Sie ließ sich trotzdem nicht entmutigen, lernte sehr schnell deutsch, hat in Lichtenau im Bereich Schulsozialarbeit sowohl im Schulzentrum als auch in der Grundschule (OGS) gearbeitet, bis sie im Oktober 2015 ihre Anerkennung als Flüchtling endlich hatte. Daraufhin konnte sie einen Sprachkurs machen und ab Januar dann im Jugenddorf Damian (Warburg/Neuenheerse) ihre Arbeit aufnehmen in der Betreuung minderjähriger Flüchtlinge.

Zwischenzeitlich wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Papiere der Familie für die Ausreise zusammen zu bekommen. Keine einfache Sache, ein monatelanger Behörden- und Papierkrieg, obwohl der Familiennachzug ja berechtigt und nachgewiesen werden konnte.

Am Ende ging es dann plötzlich schnell, sodass wir innerhalb von vier Wochen eine Wohnung samt Mobiliar organisieren mussten.

Viele Vermieter erteilten Absagen, wenn sie hörten, dass sechs Afghanen in eine 3-4 Zimmer-Wohnung einziehen wollten. Schließlich wurden wir in Lichtenau fündig, eine mutige Vermieterin konnte sich das Abenteuer nach persönlichem Kontakt ganz spontan vorstellen. Vielen Dank dafür!

Heute früh startete der "Bunte Hund" dann mit L. Knaup und Suhaila in Richtung Frankfurter Flughafen, auch dafür vielen Dank!

Viele Menschen haben mit Spenden und Ideen in den letzten Tagen dazu beigetragen, dass diese Geschichte gut ausgehen konnte. Auch dafür ein Dankeschön!

Und - weitere Kapitel dieser Geschichte werden sich anschließen. Wie mag das Einleben in Deutschland für die Kinder (18, 17, 16 und 14 Jahre) und den Ehemann gelingen?

Wir bleiben dran!


Aktive Helfer/innen in der Flüchtlingshilfe gesucht! Hier sind die Ansprechpartner!


Die Flüchtlingsfrage ist in aller Munde, egal ob in Zeitung, TV oder im Internet. Und vor unserer Haustür.

Unsere ca. 20 Flüchtlinge im Dorf (es werden zukünftig sicher noch mehr) sind den meisten Einheimischen zumindest vom Sehen und dem ein oder anderen Kontakt bekannt.

Sie sind im vergangenen Jahr gekommen, viele werden noch längere Zeit bleiben müssen, weil sich die Asylverfahren soo lange hinziehen. Damit wird das Stichwort "Integration" dringend: Schule, Arztbesuche, Sprache lernen, erste berufliche Schritte, Freizeitgestaltung... Es gibt sehr viel zu tun.

In der folgenden Auflistung finden sich die derzeitigen Angebote und Freiwilligen, die sich bereits engagieren. In fast allen Bereichen können wir weitere Unterstützung gut gebrauchen -

 

vor allem bei den Fahrdiensten wäre es toll, wenn sich der eine oder die andere noch als "Springer" zur Verfügung stellen könnte!

 

Oder aber, wenn sich etwa für eine Familie oder auch eine Einzelperson eine Patin/ein Pate finden würde, d.h. jemand steht einer Person (oder Familie) als einheimische/r Ansprechpartner/in zur Verfügung. Immer gilt: Was geht, geht - und alles hat Grenzen...

 

Es lohnt sich und macht Freude (immerhin hatten wir noch keine ernsthaften Zwischenfälle unangenehmer Art im Dorf - und das soll auch so bleiben!)

 

- Allgemeine Fragen / Behörden-Regelungen / Spenden-Regelungen

Annegret Meyer Tel. 930336

Lydia Knaup Tel. 930851

 

- Fahrerpool mit den

Einkaufsfahrten: Familie Fust, Tel. 1529; Lydia Knaup

Krankenfahrten: Familie Fust; Lydia Knaup; Bernhard Pennig; Ursula Begerow; Annegret Meyer

Warenkorb (montags zwischen 16 und 17 Uhr nach Lichtenau): Michael Goyert

 

- Fahrradbetreuung: hier werden noch Mitstreiter gesucht! Bitte um Rücksprache mit Uwe Knaup (Tel. 930161)

 

- Nähstudio (momentan Pause): Ingrid Pennig (Tel. 8642) und Roswitha Meyer

 

- Deutschlernen: Bernhard Pennig, Eva Witt, Ursula Begerow & Silvia Faber, Kirsten Knaup (betreuen zu verschiedenen Zeiten verschiedene Leute)

 

- Sport- und Freizeit-Aktivitäten: Josef Fust und Dieter Schäfers (Tel. 8314) (donnerstags abends ab 20 Uhr Volleyball oder Fußball in der Turnhalle oder auf dem Sportplatz in Holtheim); Lydia Knaup (samstags ab 16 Uhr Turnen)

 


Neues von der Nähstube

Es wird Frühling. Auf zartem Grün lassen sich die ersten Blümchen blicken ... wie hier auf der Handy-Tasche, die frisch von der Nähmaschine gehüpft ist. Die Handy-Tasche ist innen mit einem Mikrofasertuch gefüttert. Damit wird das Handy beim herausnehmen gleichzeitig sauber. Und natürlich braucht der Frühling neue selbst genähte Kleider. Die Nähstube ist übrigens für alle Interessierte offen, egal ob Flüchtlinge oder Einheimische. Lachen und Spaß haben ist international und bedarf keiner Sprachkenntnisse. Einfach mal vorbei kommen! Hier ist es immer lustig! Die Nähstube findet immer freitags von 15:00 bis 17:00 in der ersten Etage des Pfarrheims statt.






Erster Abschnitt Nähkurs erfolgreich beendet


Jeden Freitag treffen sich engagierte und begeisterte Näher/Innen im Pfarrheim in Holtheim, um ihre Fachkenntnisse weiterzugeben und für unsere Flüchtlingsfrauen eine sinnvolle Beschäftigung, Spaß und gemeinsames Tun zu ermöglichen.

Die erste "Projektphase" ist jetzt abgeschlossen, es ging um das Kennenlernen der Nähmaschinen (vor allem der deutschen Wörter dazu!) und um die Herstellung einer Einkaufstasche. Sehr gut gelungen! Weitere Treffen folgen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

 


Neue Volleyball-Gruppe in Holtheim - Sport verbindet




Seit Anfang des Jahres 2016 wird mit Unterstützung des Sportvereins SC GW Holtheim in der neuen Sport- und Gymnastikhalle einmal wöchentlich ein Sport- und Fitnessangebot für die in Holtheim lebenden Asylbewerber angeboten.

Aus Eigenbeitrag und Spendengeld konnten Hallenturnschuhe für alle Interessierten finanziert werden.

Unter Mitwirkung der Vereinsmitglieder Josef Fust und Dieter Schäfers treffen sich die Interessierten z.Z. jeden Donnerstag um 15 Uhr zu gemeinsamen sportlichen Aktivitäten; insbesondere wird Volleyball gespielt; die Gruppe würde sich über neue Mitspieler freuen. Ab April findet das Treffen wahrscheinlich in den Abendstunden (donnerstags) statt.

 

 


Tolle weihnachtliche Feier in der Begegnungsstätte in Lichtenau

So international war es in der Begegnungsstätte in Lichtenau wohl noch nie. Alle Flüchtlinge und Helfer/innen, Interessierte und Spender waren eingeladen am 20.12.2015 zu einem vorweihnachtlichen Nachmittag in der Begegnungsstätte in Lichtenau. Das Treffen war liebevoll bis ins Detail vorbereitet durch die Flüchtlingshilfe Lichtenau unter Federführung von Alexandra Unruhe und ihrer Familie. Namensschilder, Kinderbetreuung, internationale Speisen... viele Spenden, Deko, und nicht zuletzt: Ein persönliches Geschenk für alle Flüchtlingskinder unter 18 Jahren... Es war für alle Beteiligten eine tolle Erfahrung: Weihnachten mal ganz anders. Jingle Bells und Gloria aus vollem Hals gesungen - ganz unabhängig von Nationalität und Glaubensrichtung.








Flüchtlinge in Holtheim - Informationen und Fakten




oben:
"Nähkurs" im Pfarrheim
unten:
Mitten drin bei der Obstbaumpflege-Aktion des Heimatschutzvereins

Aktuell wohnen in Holtheim in der Alten Post 18 Flüchtlinge, davon 5 aus Syrien, 3 aus Afghanistan, 2 aus Pakistan, und jeweils eine Person aus Nigeria, Serbien, Somalia, Indien und eine Dame aus dem Iran.

Ganz neu hinzugekommen ist dort in der unteren Wohnung in einem Zimmer eine politisch verfolgte Familie aus Georgien mit einem einjährigen Mädchen.

In der afghanischen Familie in der Mitteldorfstraße ist jetzt der älteste Sohn, der aus bürokratischen Gründen länger im Aufnahmelager war, zu seinen Eltern und den drei Geschwistern hinzugestoßen (15J., 13 J., 8 und 6 J. alt).

 

Damit kommen wir auf eine Gesamtzahl von 24 Personen.

 

Das syrische Mädchen und die beiden afghanischen Jungs geht zur Kilian-Grundschule in Lichtenau in die erste Klasse. Die große Schwester der Jungs besucht die internationale Klasse im Schulzentrum Lichtenau, der große Bruder ab nächster Woche auch.

Dank der offenen Ganztagsschule gibt es auch Kontakte zu einheimischen Kindern, sodass wir alle hoffen, dass sie recht schnell zur deutschen Sprache findet.

 

Der 3monatige Sprachkurs in Lichtenau in der Begegnungsstätte ist angelaufen. Alle sind sehr froh über diese Möglichkeit!

 

Im "Nähkurs" werden die Möglichkeiten der Nähmaschine erkundet. Eine mechanische steht ja in der Unterkunft zur Verfügung, sodass die Damen, die wollen und können, einfach mehr "machen" können. Dazu gibt es noch großzügige Stoffspenden - vielen Dank dafür! Bald können die ersten Produkte begutachtet werden...

 

** Bei diesem "Nähkurs", der sich freitags nachmittags um 16 Uhr trifft, können übrigens weitere Interessierte mitmachen! Elektrische Nähmaschine mitbringen und los geht's! Bitte vorher kurz melden!**

 

Dank vieler Spenden, auch für Schulsachen und Kindersachen, sind wir jetzt momentan mit Kleidung gut eingedeckt. Weitere Wintersachen in kleinen Größen bitte direkt an die umliegenden Kleiderstuben in Atteln bzw. Herbram geben. Dort sind die Lager allerdings auch gut gefüllt - also wirklich NUR kleine Größen dorthin bringen! Weil die Abnehmer dort alle überwiegend junge Leute unter 30 mit schlanken Größen sind. Danke sehr!

 

 

Wer Ideen und Interesse hat, kann sich gern bei mir melden!

Annegret Meyer 05295/930336

 




Was vorher geschah - ein Jahr Flüchtlinge in Holtheim



pixelio.de / Stephanie Hofschläger

Seit der letzten Oktoberwoche 2014 sind in der "alten Post" am Kornbühl sowohl in der oberen wie in der unteren Wohnung Flüchtlinge untergebracht. Bis Ende Juli 2015 waren nur Frauen und Kinder im Haus. Zwei Babys wurden seit November 2014 geboren, teilweise waren acht Nationen vertreten.

 

Es ist viel passiert - man könnte Bücher damit füllen, wie Kindergartenplätze gesucht und gefunden, Sachspenden aller Art organisiert wurden, ehrenamtliche Sprachlehrerinnen sich engagieren, kleine Jobs zumindest für zwei der Frauen ermöglicht wurden... zahlreiche (Mit-)Fahrten nach Paderborn ermöglicht wurden und und und.

Tolle Begegnungen wurden möglich, die ein oder andere Krise ließ sich in den doch voll besetzten WG's nicht vermeiden - aber alles in allem lässt sich die Flüchtlingshilfe in Holtheim (nicht zuletzt wegen der überschaubaren Anzahl der Leute) gut an.

 

Inzwischen konnten die Mütter mit ihren Babys und Kleinkindern umziehen nach Lichtenau und Atteln. Das vereinfacht so einiges, was Einkaufen, Arztbesuche etc. angeht.

 

Erfreulicherweise haben sie jeden Tag Kontakt zu "Einheimischen", weil zweimal in der Woche ein regulärer Sprachkurs im Pfarrheim stattfinden kann (ab jetzt mittwochs und freitags von 18-20.30 Uhr in zwei Gruppen - Anfänger und Fortgeschrittene), und außerdem an allen anderen Tagen ein bis zwei Helfer/innen in die Alte Post kommen, um Deutsch zu trainieren (den Unterricht vertiefen), an Fahrrädern zu schrauben und Ausflüge zu machen.

 

Unsere Neuen sind darüber alle sehr glücklich, was schon viel ist in der misslichen Lage, in der sie sich lange befunden haben und z.T. ja immer noch befinden.

 




Predigt zum Thema von P. Josef Kemper OCarm



Am 18.10. wurde live eine Sonntagsmesse aus Mainz übertragen, wo P. Josef Pfarrer ist. Ab Minute 13 ungefähr ist eine treffende Predigt über den Zusammenhang "Wieso sich für Hilfsbedürftige/Flüchtlinge engagieren?" zu hören. Lohnt sich!

www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/348




Helferkreis trifft sich - Winterkleidung gesucht


Zehn ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für unsere "Flüchtlinge" haben sich jetzt erstmals getroffen, um Erfahrungen auszutauschen und um sich gegenseitig auf den Stand zu bringen. Vom Sprachkurs, Deutschtraining, diversen Freizeitunternehmungen (Stichwort: Nähmaschine, Fahrradausflug), Fahrradwerkstatt, Internet bis hin zu Krankenhausbesuch kamen viele Themen zur Sprache.

Da sich der Kreis der Unterstützer/innen erfreulich erweitert hat, entstand der Eindruck, dass die guten Erfahrungen miteinander, auch der Spaß, zur Zeit deutlich überwiegen.

Danke für das Engagement und die guten Ideen!

 

Langsam wird es kälter; die Arbeitseinsätze gehen weiter - da brauchen wir aktuell Regenjacken bzw. Winterjacken, Mützen und auch Handschuhe (fürs Fahrradfahren - Arbeitshandschuhe wurden schon dankenswerterweise zur Verfügung gestellt!).

 

Die ein oder andere warme Bettwäsche wäre auch nicht schlecht.

 

Bei Interesse oder Ideen bitte melden bei annegret.meyer@myschoolconsult.de!

 

Wer spenden möchte und eine Spendenquittung braucht, nutze bitte das Konto der Pfarrgemeinde St. Franziskus-Xaverius, Holtheim,

Sparkasse Paderborn

Kto: 5200 2953

BLZ: 476 501 30

mit Namen und dem Stichwort "Flüchtlingshilfe Holtheim".

Alle Geldspenden werden für die Unterstützung der Einzelnen gebraucht, vor allem für persönliche Wörterbücher (Muttersprache - Deutsch), Sprachlernhilfen, aber auch Werkzeug etc. für Fahrräder usw.


Aktuelle Presse - Austausch in Schloss Neuhaus






Intensivkurs Deutsch in Holtheim


Zuerst war es nur eine Idee, für die acht Asylbewerberinnen, die z.T. mit ihren kleinen Kindern in Lichtenau, Ortsteil Holtheim untergebracht sind, einen Deutschkurs zu ermöglichen. Private Initiativen zur Unterstützung beim Erlernen der fremden Sprache gibt es schon seit Januar, aber das heißt eben zwei bis viermal die Woche für eine gute Stunde, auch nicht für alle Frauen gleichermaßen – und die Babys dabei und mit eigenem Programm. Die Wege nach Paderborn für Deutschkurse sind zu weit, zu teuer und mit öffentlichen Verkehrsmitteln für alleinerziehende Mütter gar nicht leistbar.

Ein Intensivkurs müsste es sein, mit Kinderbetreuung, sodass die Frauen für vier Wochen am Stück einen ersten guten Einstieg in die Sprache bekommen können. Über glückliche Zufälle gab es einen Kontakt zur Stiftung Bildung und Handwerk (SBH-West, früher tbz) und einen weiteren Kontakt zum Betreiber von Windkraftanlagen rund um Lichtenau, Herrn Agethen, der für die SBH-West schon einmal als Sponsor für einen Sprachkurs für Flüchtlinge gewonnen werden konnte. Bald stand die Finanzierung, außerdem die Organisation des Kurses an sich durch die SBH-West. Der Kirchenvorstand aus Holtheim stellte unkompliziert und kostenlos Räumlichkeiten im Pfarrheim für den Kurs zur Verfügung.

15 Teilnehmer-Plätze sah das Kurskonzept vor, was die Möglichkeit schuf, Attelner Flüchtlinge an dem Kursgeschehen zu beteiligen. Auch dort gibt es seit Februar zweimal in der Woche einen Sprachkurs und viele lernwillige Schülerinnen und Schüler. Per Losverfahren wurden die begehrten Plätze in Holtheim vergeben. Vor Ort wurde der Fahrdienst organisiert (vier Wochen lang jeden Morgen 7.30 Uhr Abfahrt in Atteln, 12.15 Uhr Rückfahrt aus Holtheim!), in Holtheim parallel die Kinderbetreuung. Durch eine gute Kooperation mit der Schulsozialarbeit in Lichtenau konnten über den Pfarrgemeinderat in Holtheim drei Absolventinnen der Archenhold-Schule gewonnen werden, dazu noch volljährige Verantwortliche. In Eigenregie konnten fünf Betreuerinnen dann schon nach kurzer Zeit abwechselnd und sehr zuverlässig die sorgfältige und liebevolle Betreuung der drei Babys regeln. Eine riesige Erleichterung für Mütter und Kinder!

Mit Frau Ketki Karkhanis aus Paderborn brachte die SBH-West eine engagierte und kompetente Lehrkraft nach Holtheim, die erfolgreich vom 22.6. bis zum 17.7.2015 mit den Flüchtlingen aus Holtheim und Atteln Grundlagen der deutschen Sprache praktisch und mit viel Spaß erarbeitete. Am letzten Tag wurde mit großem Buffet von allen Beteiligten fröhlich gefeiert. Und von vielen Seiten kam die Frage: „Können wir nicht weitermachen?“

Frau Karkhanis könnte als freiberufliche Dozentin – aber ein so großzügiges Spendenmodell lässt sich bei allem guten Willen nicht dauerhaft installieren. Wobei jeder Euro, der in das Erlernen der deutschen Sprache gesteckt wird, nicht nur für die Flüchtlinge ein Riesengewinn ist. Wer sich verständigen kann, kann sich leichter selbst helfen und früher in das Leben hier in Deutschland, auch auf dem Arbeitsmarkt, einsteigen. Es gibt schon Überlegungen, mindestens die Abendkurse zweimal pro Woche in den Ortsteilen weiter laufen zu lassen. Allen Beteiligten, die mit viel Engagement diesen Intensivkurs vorbereitet, ermöglicht und begleitet haben, vielen Dank!

 




 



 
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