EGV Alpinwanderung im Silvretta

Eigentlich sollte es in den Karvendel Ahornboden gehen aber leider waren alle Hütte ausgebucht und so wurde die Alpinwanderung ins Silvretta umverlegt. Dazu ein kleiner Bericht mit Hilfe der KI.

Vom 10. bis 13. September 2026 unternahm die Bergwandergruppe der EGV Abteilung Holtheim eine anspruchsvolle viertägige Alpinwanderung in der majestätischen Silvrettagruppe. Die Tour bot eine perfekte Mischung aus klassischen Hüttenzustiegen, einer hochalpinen Gletscherbegehung mit Gipfelsieg am höchsten Berg Vorarlbergs sowie abwechslungsreichen Grat- und Hochebenenwanderungen. Begünstigt durch stabiles Spätsommerwetter blickt die Gruppe auf vier unvergessliche und unfallfreie Tage zurück.

Blich auf dem Großen Piz Buin

Tag 1: Donnerstag, 10.09.2026 – Anreise und Aufstieg zur Wiesbadener Hütte via Klostertal

DistanzHöhenmeterGehzeitRoute
ca. 13,5 km▲ 830 hm / ▼ 170 hmca. 4:30 Std.Bielerhöhe – Klostertal – Wiesbadener Hütte


Die Alpinwanderung startete am Donnerstagmorgen am geschichtsträchtigen Pass der Bielerhöhe (2.037 m). Nach der Begrüßung schlug die Gruppe der EGV Abteilung Holtheim jedoch nicht den direkten Weg entlang des Silvretta-Stausees ein, sondern wählte bewusst den landschaftlich reizvollen Abstecher durch das wilde Klostertal. Entlang des rauschenden Klostertalbachs ging es sanft ansteigend taleinwärts, vorbei an beeindruckenden Felsformationen bis in die Nähe der Klostertaler Umwelthütte. Von dort querte die Gruppe über einen alpinen Steig hinüber ins Ochsental. Der finale Aufstieg zog sich stetig hinauf, bis schließlich die imposant gelegene Wiesbadener Hütte (2.443 m) direkt vor dem mächtigen Ochsentaler Gletscher erreicht wurde. Der Abend klang bei bester Hüttenatmosphäre und der Besprechung der morgigen Hochtour aus.

Abstecher ins Klostertal
Kleine Murmeltiere

Tag 2: Freitag, 11.09.2026 – Königsetappe: Gletscherbegehung und Gipfelsturm auf den Piz Buin

DistanzHöhenmeterGehzeitRoute
ca. 14,0 km▲ 1050 hm / ▼ 1050 hmca. 8:30 Std.Wiesbadener Hütte – Ochsentaler Gletscher – Buinlücke – Piz Buin – Wiesbadener Hütte


Der Freitag stand ganz im Zeichen des höchsten Berges von Vorarlberg. Früh am Morgen brach die Gruppe, ausgerüstet mit Steigeisen, Hüftgurten und Seilen, von der Wiesbadener Hütte auf. Über Geröllfelder führte der Weg zunächst südlich an der Grünen Kuppe vorbei zum Einstieg des Ochsentaler Gletschers. In Seilschaften bezwang die Gruppe der EGV Holtheim konzentriert den spaltenreichen Ferner. Der majestätische Blick auf den schwindenden Gletscherbruch begleitete den Aufstieg zur Buinlücke (3.056 m). Von hier aus ging es in leichter, teils ausgesetzter Blockkletterei (I.-II. Schwierigkeitsgrad) hinauf zum Gipfel des Großen Piz Buin (3.312 m). Am Gipfelkreuz bot sich ein atemberaubendes Panorama über die gesamte Zentralalpenwelt. Nach einer ausgiebigen Rast erfolgte der vorsichtige Abstieg über die gleiche Route zurück zur komfortablen Wiesbadener Hütte.

Reste des Achsentaler Gletschers sind noch beachtlich
Einige Spalten mussten umwandert werden um zum Großen Piz Buin zu kommen
Piz Buin Summit 3312m
Blick zum Kleinen Piz Buin
Blick von der Buinlücke zum Silvretta Stausee

Tag 3: Samstag, 12.09.2026 – Überschreitung des Hohen Rades zum Madlenerhaus

DistanzHöhenmeterGehzeitRoute
ca. 10,5 km▲ 660 hm / ▼ 1.080 hmca. 5:30 Std.Wiesbadener Hütte – Radsattel – Hohes Rad – Bieltal – Madlenerhaus


Am dritten Tag verließ die Gruppe das Ochsental. Das Tagesziel war das traditionsreiche Madlenerhaus. Der Weg führte zunächst in steilen Kehren hinauf zum Radsattel (2.652 m), der die Grenze zwischen Tirol und Vorarlberg markiert. Hier deponierte ein Teil der Gruppe die schweren Rucksäcke für das eigentliche Tageshighlight: die Besteigung des Hohen Rades (2.934 m). Über die Radschulter führte der markierte, aber anspruchsvolle Steig im wechselnden, felsigen Gelände und leichten Kletterpassagen hinauf zum markanten Gipfelkreuz. Belohnt wurde die Gruppe mit einem Tiefblick auf den Silvrettasee. Nach dem Abstieg zurück zum Radsattel erfolgte der lange, aber landschaftlich traumhafte Abstieg durch das Bieltal. Vorbei am Bieltalferner und entlang des Baches wanderte die Gruppe schließlich bis zum Madlenerhaus (1.986 m) knapp unterhalb der Staumauer, wo der Tag gemütlich analysiert wurde.

Blick auf dem Großen Piz Buin. 1985 war hier noch Gletscher.
Die Aufstiegsrute

Tag 4: Sonntag, 13.09.2026 – Hochebene Tschifernella, Saarbrückener Hütte und Heimreise

DistanzHöhenmeterGehzeitRoute
ca. 12,5 km▲ 780 hm / ▼ 780 hmca. 5:00 Std.Madlenerhaus – Tschifernella Hochebene – Saarbrückener Hütte – Kromertal – Madlenerhaus

Zum Abschluss der viertägigen Alpinreise wartete nochmals eine abwechslungsreiche Rundtour. Vom Madlenerhaus stieg die Gruppe über die malerische Hochebene der Tschifernella auf. Der schmale Bergpfad bot grandiose Ausblicke auf die Vermunt-Region. Ziel war die Saarbrückener Hütte (2.538 m), die höchstgelegene Schutzhütte in der Montafoner Silvretta, spektakulär unter den Gipfeln von Kleiner Litzner und Großem Seehorn positioniert. Nach einer verdienten Mittagshütte und dem Genuss des Gletscherpanoramas trat die Gruppe den Rückweg an. Der Abstieg erfolgte über die ‚Schwarzen Böden‘ durch das idyllische Kromertal hinab in Richtung Großvermunt und schließlich zurück zum Madlenerhaus. Nach einer finalen Kaffeerunde trat die EGV Abteilung Holtheim mit vielen unvergesslichen alpinen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.

Bergheil
Silvretta Hochalpenstrasse
Tschifernella
An der Saabrückerner Hütte
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