Herbstfahrt der DWJ

Bericht über die Herbstfahrt nach Wernigerode vom 17. bis 21. Oktober

Dieser Bericht entstand mittels KI und einem Hasseröder Schwarzbier. Ein abwechslungsreiches und intensives Fünftagesprogramm führte die DWJ Gruppe Holtheim in diesem Herbst in den Harz. Mit der Jugendherberge Wernigerode als idealem Ausgangspunkt bot die Fahrt eine perfekte Mischung aus historisch-politischer Bildung, faszinierenden Naturerlebnissen, sportlichen Herausforderungen und starkem Gemeinschaftssinn.

Schloss Werningerrode

Samstag: Auf den Spuren der Geschichte am Schifflersgrund über Göttingen in den Harz

Die Reise begann am Samstagmorgen pünktlich um 08:00 Uhr mit der ersten Etappe zum Grenzmuseum Schifflersgrund. Nach der zweistündigen Anfahrt stärkte sich die Gruppe zunächst bei einem gemeinsamen Frühstück, bevor die Besichtigung der historischen Gedenkstätte auf dem Plan stand. Am ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen gewannen die Jugendlichen eindrückliche Einblicke in die jüngere deutsche Geschichte und die damaligen Grenzanlagen.
Hier ereignete sich am 29. März 1982 ein tödlicher Fluchtversuch. Heinz-Josef Große arbeitete als Baggerfahrer im Grenzsperrgebiet. Er nutzte einen unbeobachteten Moment der DDR-Grenzsoldaten aus. Er fuhr seinen zivilen Frontlader an den rund drei Meter hohen Metallgitterzaun, hob die Schaufel an und kletterte über das Arbeitsgerät, um das Grenzbefestigungswerk zu überwinden. Als er bereits die Spitze des Zauns erreicht hatte, wurde er von den zurückkehrenden Grenzsoldaten entdeckt. Nach Warnrufen und Warnschüssen eröffneten die Soldaten das Feuer. Große wurde auf den letzten Metern zum hessischen Staatsgebiet tödlich getroffen und verblutete noch im Grenzstreifen.

Grenzmuseum Schifflersgrund
Fluchtfrontlader

Gegen Mittag setzte sich die Fahrt in Richtung Göttingen fort. Zwischen 13:30 und 16:00 Uhr stand der Besuch des modernen „Forum Wissen“ sowie die Erkundung der Göttinger Innenstadt an. Die Kombination aus Wissenschaft zum Anfassen und dem lebendigen Flair der Universitätsstadt begeisterte alle Teilnehmenden. Die letzte Fahretappe des Tages führte die Gruppe schließlich direkt nach Wernigerode zur dortigen DJH. Nach dem Beziehen der Zimmer und dem anschließenden Abendessen fand der gelungene Auftakt den Abend über bei gemeinsamen Spielen und viel Spaß einen gemütlichen Ausklang.

Ausstellung Forum Wissen Göttingen
ST Jacobi Göttingen

Sonntag: Mystische Pfade im Bodetal

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Natur. Nach dem Frühstück ging es um 09:00 Uhr los zum nahegelegenen Bodetal. Von 10:00 bis 16:00 Uhr bezwang die Gruppe die beeindruckende und sagenumwobene Schlucht. Die mehrstündige, herbstliche Wanderung entlang der tiefen Felswände forderte Ausdauer, bot aber gleichzeitig spektakuläre Ausblicke. Nach der Rückkehr zur Jugendherberge und dem Abendessen zog es die Jugendlichen am Abend noch einmal hinaus: Ein gemeinsamer Spaziergang durch die historische, beleuchtete Altstadt von Wernigerode rundete diesen erlebnisreichen Tag atmosphärisch ab.

Das herbstliche Bodetal
Rückzugsgebiet für seltene Arten
Die Bode hat sich zum Schluss tief in die Landschaft geflossen
Hexen-Abflugsrampe am Hexentanzplatz

Montag: Sagenhafte Felsen und ein Untertage-Abenteuer

Am Montagmorgen führte der Weg die Gruppe zum markanten Felsengebilde, dem „Hamburger Wappen“. Die anschließende dreieinhalbstündige Wanderung über die legendäre Teufelsmauer bot faszinierende Klettermöglichkeiten und beeindruckende Fotomotive in der herbstlichen Landschaft.

Das Hamburgerwappen an der Teufelsmauer
Klettern im Hamburgerwappen…
…und der Teufelsmauer.
Gipfelpfad über die Teufelsmauer nach Blankenburg
Blick auf Blankenburg

Nach einer kurzen Weiterfahrt wechselte die Gruppe die Perspektive von hoch oben nach tief unter die Erde: Um 14:00 Uhr begann eine spannende Führung im Schaubergwerk Büchenberg. Hier erfuhren die Jugendlichen hautnah, unter welchen Bedingungen die Bergleute früher das Eisenerz abbauten. Zurück in der Unterkunft und gestärkt vom Abendessen, stand der späte Abend ganz im Zeichen der Gemeinschaft. Bei Teambuilding-Spielen und bester Laune wurde viel gelacht.

Erzbergwerk Büchenberg
Ralf Bergmann in dritter Generation, selbst als Rentner brennt er noch für seinen Bergmannsberuf!
Die heilige Barbara Schutzpatronin der Bergleute

Dienstag: Die Königsdisziplin – Auf den Gipfel des Brockens

Der Dienstag hielt das sportliche Highlight der Fahrt bereit: Die Besteigung des Brockens. Um 09:00 Uhr startete der Transfer nach Torfhaus, dem Ausgangspunkt der Tour. Zwischen 10:00 und 16:00 Uhr bewältigte die Gruppe den Aufstieg auf den höchsten Berg des Harzes. Trotz herbstlicher Witterung bewiesen alle Jugendlichen großen Teamgeist und Durchhaltevermögen, bis der windige Gipfel erreicht war. Müde, aber sichtlich stolz, kehrte die Gruppe am späten Nachmittag zur Jugendherberge zurück. Der sportliche Ehrgeiz war damit jedoch noch nicht ganz gestillt: Nach dem Abendessen ging es um 20:00 Uhr zum gemeinsamen Kegeln, wo der letzte volle Abend der Fahrt gebührend gefeiert wurde.

Start in Torfhaus am Harzturm. Mit 65m höchster deutsche Aussichtsturm in Holz-Stahl-Konstruktion.
Durchs Hochmoor auf zum Brocken
Am grünen Band
Am Brocken…
…über den Wolken.
Kühle Briese auf dem 3000er der Mittelgebirgsgipfel (1141,2 m ü. NHN)
Abstieg über den Eckerlochstieg nach Schierke
Lebt denn die alte Brockenbahn noch? Sie kommt!
…ja sie dampft noch…

Mittwoch: Kultur zum Abschluss und Heimreise

Der Abreisetag begann mit den obligatorischen Pflichten: Koffer packen und Zimmerputz standen nach dem Frühstück auf der Agenda. Bevor es jedoch endgültig nach Hause ging, nutzte die Gruppe die Zeit von 10:00 bis 14:00 Uhr für eine ausführliche Besichtigung des imposanten Schlosses Wernigerode und einen finalen Bummel durch die Innenstadt.

Um 14:00 Uhr traten die Jugendlichen schließlich die Heimreise an. Ein traditioneller Zwischenstopp bei McDonald’s bot unterwegs den perfekten Rahmen, um die Erlebnisse der vergangenen Tage noch einmal Revue passieren zu lassen, bevor alle am Abend wohlbehalten und voller neuer Eindrücke zu Hause ankamen. Diese Herbstfahrt wird den Jugendlichen und Betreuern sicherlich noch lange in bester Erinnerung bleiben.

Schloss Werningerrode
Rathaus Werningerrode
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